Blick auf GödernGödern, OT von Göhren, besetzt zwischen Göhren und Tegkwitz den rechten oberen Steilhang des Gerstenbaches in 200 - 220 m über normal Null. besonders von den oberen Gehöften aus bietet sich nach Westen und Norden ein guter Rundblick auf das Hügelland. Hier vereinigen sich nordwestlich des Ortes der Kleine und der Große Gerstenbach.

Die zum Rundling Gödern gehörige Blockflur erstreckt sich zwischen Gerstenbach und Kleinem Jordan. Als Besonderheit sei eine alte Sandgrube am Steilhang südlich des Ortsteiles genannt, in der beim Abbau pleistozäner Sande und Kiese auch Bädertone freigelegt wurden, die sich während einer Warmzeit abgesetzt haben.

 

Kirche in GödernDas 1165/1170 genannte Guderin (altsorbisch = Ort eines Chudera) bestand 1445 aus 5 Höfen, 1880 aus 8 Gütern und 12 Häusern. Die damals genannte Schule stammte von 1792 und war 1861 erweitert worden. Die heutige, modern ausgebaute Schule besitzt viel heimatkundliches Material. Die Kirche von Gödern geht in ihrer Grundsubstanz auf eine 1507 erbaute rechteckige Anlage mit vorgesetztem Westturm zurück. Auch das Westportal mit Stabwerkgewänden erinnert noch an Bauformen des 16. Jahrhunderts. Der Turm erhielt seine achteckige Schweifkuppel 1704. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts baute man eine umlaufende, eingeschossige Empore ein, die auf der Ostseite Orgel und Kanzel aufnahm. Als Besonderheit sei der Bierkeller im Pfarrhaus zu erwähnen.

Sage vom Bierkeller im Pfarrhaus

Bierkeller im Pfarrhaus GödernIn dem Pfarrhaus zu Gödern hat sich sonst etwas gar Merkwürdiges zugetragen und weiß noch Niemand, wie es geschehen oder gekommen ist. Der Teufel hat an dem einen Orte mehr Vergnügen als an dem anderen, und stellt dem einen Stande im menschlichen Leben mehr nach als dem anderen. So hatte der böse Feind oft auch von je sein besonderes Augenmerk auf die Pfarrherren geworfen. Gott weiß warum, vielleicht, weil sie ihm zu viel Abbruch taten, Seelen für die Hölle zu fangen. Merkwürdig sind aber auch die Orte, an denen er den Pfarrherren nachstellte. Ein solcher Ort war der Bierkeller in dem Pfarrhaus zu Gödern, denn wenn der Pastor in den selben eintrat, war es zu seinem Tode und musste er daran verscheiden. Das wussten alle Bauern in Gödern und auch in Altenburg wussten es die hohen Herren, denn als der Superintendent Sagittarius einst einen neuen Pfarrer dort einsetzte, frug er diesen, wie er es denn in dem Falle mit dem Keller halten wolle, und der Pfarrer, der doch nicht ganz sicher war, ob er mit dem Bierteufel siegreich kämpfen könne, entgegnete, er wolle den Keller lieber gar nicht betreten.

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