Lutschütz ist ein Weiler am linken Unterhang des Großen Gerstenbachtales 197 - 205 m über NN. Die zugehörige kleine ehemalige Blockflur erstreckt sich beiderseits des Tales, wobei die nördlichen Flurteile die größte Fläche einnehmen. Den rechten Steilhang überwindet die Zufahrt zur Geraer Landstraße in einer zehnprozentigen Steigung.

 

Als Besonderheit sei erwähnt, dass der kalkhaltige Löß unmittelbar westlich des Ortes nur 30-40 cm unter der Oberfläche ansteht, weil die aufliegende, ursprünglich weit mächtigere Lößlehmdecke in starkem Maße der Abtragung unterlag. Der um 1200 Lunsiz (wohl altsorbisch = dreyspänniges, Wiesengrund) genannte Ort besaß 1445, wie noch in der Gegenwart, 3 Anwesen einschließlich einer Mühle, die 1880 als "vierspänniges Pferdefrohngut, dreyspänniges Pferdefrohngut und Handfrohngut (Mühle)" bezeichnet wurden. Neben einem Gemeindehaus bestand 200 m unterhalb eines Stauweihers eine Wassermühle, die wegen ihrer noch vorhandenen vollständigen Anlage als technisches Denkmal unter Schutz steht. Die früher dem Rittergut Romschütz gehörige Anlage entstand um 1720 hier, weil der durch Romschütz führende Schwanditzbach zu wenig Wasser führt.

Weitere Orte

zurück zur Gemeinde