Der Gedanke von der Schaffung von Lösch- und Rettungsdienst geht in den Gemeinden weit in das 17. Jahrhundert zurück. So ist aus alten Unterlagen zu entnehmen, dass die von der Göderschen Gemeinde neu angeschaffte Feuerwehrspritze am 7. Juni 1785 angefahren und probiert worden ist. Sie kostete 250 Rth. ohne das Douceur. Der Schlosser Freytag in Gerau war der Verfertiger. Die Spritze stand bis zur Ernte auf der Pfarr-Scheunen-Tenne, weil das neue Spritzenhaus erst gebaut werden musste.

Spritzenverband

In den Jahren um 1925 / 26 wurden sich die Gemeinden Göhren, Romschütz, Gödern, Lossen und Lutschütz, die insgesamt zwei Feuerspritzen zur Verfügung hatten, einig, sich zu einem Feuerlösch- und Spritzenverband zusammen zu schließen. Die Feuerspritzen befanden sich in Gödern und Romschütz. Man legte fest, dass die Bedienmannschaften und die Spritzen im Feuerwehr – Rottensystem organisiert werden. Weiterhin sollten bei Bränden in den zusammengeschlossenen Gemeinden immer beide Spritzen und alle vorhandenen Wasserfässer zum Einsatz kommen.

Gründung der Freiwilligen Feuerwehren

In den 30er Jahren entstand nach und nach der Gedanke den Lösch – und Rettungsdienst von der Pflichtfeuerwehr in Freiwillige umzuwandeln. Aus den bestehenden Feuerrotten wurde als erste am 09.09.1935 die FFW Gödern gegründet. Im gleichen Jahr, am 21.12.1935 wurde die Gründung der FFW Romschütz bekannt gegeben. Die FFW Gödern hatte 17 und Romschütz 21 Gründungsmitglieder.

Neue Technik

Mit Entstehen der Feuerwehren wurde auch die Technik und Ausrüstung erneuert. So bekam die Wehr Gödern am 20. Januar 1938 die erste Motorspritze „Fischer“ vom Typ Retterin MTZW L 4 mit Beförderungswagen zum Preis von 3114,45 RM. In den 60er Jahren wurde diese Technik durch einen TSA mit TS 8 ersetzt. Die FFw Romschütz kaufte ihre erste Motorspritze im Jahre 1941. Diese wurde ebenfalls in den 60er Jahren durch einen TSA – TS 8 abgelöst. Im Jahre 1974 wurde ein Löschfahrzeug LF 8 – TS 8 – STA angeschafft.

Neue Gerätehäuser

Mit der Erneuerung der Technik wurde es erforderlich neue Gerätehäuser zu bauen. Dies wurde in beiden Wehren in Eigenleistung vollbracht. Die FF Gödern bezog ihr neues Gerätehaus 1968, welches 1988 durch einen Anbau um einen Schulungsraum erweitert wurde. Die FF Romschütz stellte ihr Gerätehaus 1974 fertig und hatte nun einen Stellplatz für ihr neues Löschfahrzeug. Heute nutzt die FF Göhren das von 2008 bis 2010 gebaute Gerätehaus an der Eisenberger Straße in Göhren. Das neue Spritzenhaus verfügt über zwei Fahrzeug-Stellplätze, Umkleiden und sanitäre Anlagen und ist somit auf dem Stand, der einer modernen Feuerwehr gerecht wird. Es wurde am 11. September 2010, im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der FF Göhren, eingeweiht.

Aktivitäten im Ort

Nach 1945 waren die Feuerwehren der Gemeinden nicht nur für den Brandschutz verantwortlich, sondern wurden auch zu freiwilligen Arbeitseinsätzen wie z.B. Ernteeinsätze, Straßenbau, Bau von Abwasserleitungen usw. heran gezogen. Die FF’s prägten über das ganze Jahr hinweg auch das kulturelle Leben in der Gemeinde. So waren die Kameraden auch bei den Sommerfesten, Maibaumsetzen, Tanzveranstaltungen usw. immer aktiv.

Veränderungen nach der Wende

1989 veränderten sich die Strukturen der FF und das Aufgabengebiet wurde vielseitiger. Wiederum musste die Ausrüstung, Geräte und Fahrzeuge auf die höheren Anforderungen angepasst werden z.B. Anschaffung eines KLF-Thüringen, MTW-B1000 neue Atemschutzgeräte usw. Weiterhin kristallisierte es sich in den 90er Jahren die Tatsache heraus, das die Gemeinde aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage war, zwei Feuerwehren zu unterhalten. Deshalb wurde es erforderlich die FF Gödern und Romschütz zusammen zuschliesen. Seit dem 27 Februar 1999 läuft die neue Wehr unter dem Namen FF Göhren. Als erster Wehrführer wurde von den 41 Gründungsmitgliedern der Kamerad Frank Eichhorn gewählt.

Wehrführer

FFW Gödern FFW Romschütz
  • Moritz Stein
  • Paul Köhler
  • Karl Jansen
  • Kurt Frommhold
  • Herbert Hußner
  • Jürgen Schuster
  • Walter Jähnich
  • Joachim Gruner
  • Andreas Gruner
  • Edwin Keil
  • Wilhelm Tischelbäcker
  • Rolf Reichard
  • Alfred Hauschild
  • Heinz Gunold
  • Norbert Schulze
  • Alfred Fleischer
  • Rudolf Kluge
  • Gotthardt Kühn

Brände im Einzugsgebiet

  • 1596 Lossen Gut von Hans Kirmse
  • 1686 Göhren Hof von Jacob Winkler und das Ezoldsche Gut
  • 1720 Lossen Das gesamte Dorf brannte ab
  • 1741 Göhren Brandstiftung einer Magd im Heitschen Gut
  • 1760 Lutschütz beide Güter der Gebrüder Zacharias und Georg Junghans
  • 1794 Lossen Gut von Johann Kunze
  • 1809 Lossen Haus des Schmiedemeisters Georg Doeburg
  • 1809 Lutschütz Gut von Georg Junghans
  • 1834 Göhren Brandlegung im Elmerschen Anspanngut
  • 1909 Romschütz die alte Gutsscheune und der große Speicher des Rittergutes
  • 1910 Romschütz Hauptstraße Nr.13
  • 1969 Gödern Dachstuhl im Kuhstallgebäude im Hof Pohle
  • 1977 Lossen im Landwirtschaftlichen Objekt der LPG
  • 1978 Göhren ein Schuppen
  • 1986 Gödern Wohngebäude des Aktivgutes
  • 1988 Gödern Wohnungsbrand bei Fam. Laqua
  • 1989 Göhren Brandstiftung im Gasthof
  • Starkenberg Wohnhausbrand1994 Gödern Fahrzeugbrand bei Fam. Hoffmann
  • 1998 Gödern Wohnungsbrand
  • 24.11.2000 Kreutzen: Brand in einem Vierseitenhof
  • 09.01.2003 Gödern: Brand einer Fachwerkwand (Wohnungstrennwand)
  • 08.01.2005 Lossen: Brand in einem Vierseitenhof
  • 16.06.2006 Starkenberg: Schuppenbrand
  • 24.02.2008 Neuposa: Wohnhausbrand
  • 21.10.2008 Göhren: Brand in der Kompostieranlage 
  • 31.10.2009 Starkenberg: Wohnhausbrand

Verkehrsunfall VW-TransporterHilfeleistungen

  • 21.06.1999 Göhren: Schwerer Verkehrsunfall mit vier Todesopfern am Ortseingang
  • 28.06.2001 Göhren: Schwerer Verkehrsunfall an der Kompostieranlage
  • 24.12.2001 Eingeschlossene Personen im PKW nach starken Schneefällen und Verwehungen (2 Einsätze)
  • 06.05.2004 Schwerer Verkehrsunfall nahe Abzweig Breesen. VW-Transporter kollidierte Frontal mit Baum
  • 12.07.2012 Verkehrsunfall nahe Abzweig Breesen. Zwei PKW kollidierten frontal miteinander. Kameraden halfen bei der Beräumung der Unfallstelle


Hochwasser in GöhrenSchlamm in LossenÜberschwemmungen

  • In den Jahren 1953,1970,1986 und 1988 mußten die Wehren zur Beseitigung von Unwetterschäden ausrücken
  • 13.08.2002 Jahrhunderthochwasser. Feuerwehr rückte aus, um mehrere Keller auszupumpen
  • 16.02.2006 und 10.03.2006: Tauwetter und erhebliche Niederschläge brachten Hochwasser in die Orte Göhren und Lossen
  • 11.07.2008 Überschwemmung Ortslage Lossen
  • 02.-04.06.2013 Hochwasser Ortslage Göhren und Lutschütz
  • 08.06.2013 Hochwasser Ortslage GöhrenSOMMER 2013 in GöhrenSOMMER 2013 in Göhren